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GlutenGluten: Zöliakie, Glutensensitivität oder Weizenallergie?

15/4/2024
10min

Kurz gesagt: Gluten ist ein Eiweiss im Getreide. Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung und braucht eine ärztliche Diagnose; Glutensensitivität und Weizenallergie sind andere Reaktionen. Die Unterschiede zu kennen hilft, die richtige Abklärung zu wählen.

Was ist Gluten?

Gluten ist das wichtigste Speichereiweiss in verschiedenen Getreidesorten. Es kommt in Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel, Triticale, Emmer, Kamut und Grünkern vor. Hafer und Buchweizen sind von Natur aus glutenfrei, können aber bei der Verarbeitung mit glutenhaltigem Getreide in Kontakt kommen.

Zöliakie

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung: Bei Kontakt mit Gluten entzündet sich die Dünndarmschleimhaut. Mit der Zeit können die Darmzotten geschädigt werden. Das kann zu Nährstoffmangel und Beschwerden wie Verdauungsproblemen, Gewichtsverlust, Müdigkeit oder Knochen- und Gelenkschmerzen führen.

Bei Verdacht auf Zöliakie wird zuerst ein Bluttest auf bestimmte Antikörper gemacht. Wichtig: Lass Gluten vor dem Test nicht weg – sonst ist das Resultat nicht aussagekräftig. Menschen mit Zöliakie müssen Gluten konsequent meiden.

Weizenallergie

Eine Weizenallergie kann durch Gluten, aber auch durch andere Eiweisse im Weizen ausgelöst werden. Typisch sind Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen oder allergische Reaktionen wie bei Heuschnupfen.

Glutensensitivität

Die Glutensensitivität (auch Weizensensitivität) ist ein noch relativ junges Krankheitsbild. Die Beschwerden ähneln denen der Zöliakie: Durchfall, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Kopf- oder Muskelschmerzen. Weil es keine spezifischen Marker gibt, wird sie meist festgestellt, indem Zöliakie und Weizenallergie ausgeschlossen werden.

Danach wird Gluten für eine gewisse Zeit weggelassen. Bessern sich die Beschwerden, wird es kontrolliert wieder eingeführt, um zu sehen, wie viel du verträgst. Eine lebenslang strikt glutenfreie Ernährung wie bei Zöliakie ist meist nicht nötig. Ältere Getreidesorten wie Einkorn oder Emmer werden oft besser vertragen.

Warum vertragen viele Weizen schlechter als früher?

Weizen ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel und Gluten hat gute Backeigenschaften – deshalb steckt es in vielen Fertigprodukten. Früher wurde Getreide vor dem Verzehr länger fermentiert, was die Verträglichkeit verbessern kann. Viele moderne Brote werden dagegen sehr schnell hergestellt. Ein lange geführtes Sauerteigbrot ist deshalb oft eine gute Wahl.

Wann zuerst zum Arzt?

Bei Verdacht auf Zöliakie, bei ungewolltem Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl gehört die Abklärung zuerst in ärztliche Hände.

Du möchtest herausfinden, was du gut verträgst? Mehr dazu: Ernährungsberatung.

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Leandra Isler von der Praxis für Atlaslogie und Naturheilkunde

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